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HPE DL360 vs. DL380 Serververgleich

HPE DL360 vs DL380 server comparison

Wenn Sie zwischen dem HPE ProLiant DL360 Gen11 und dem HPE ProLiant DL380 Gen11 wählen, ist es entscheidend, die wichtigsten Unterschiede zu verstehen. Beide Lösungen sind hochmoderne Plattformen auf Basis der Intel Xeon Scalable Prozessoren der 4. und 5. Generation, unterscheiden sich jedoch in Formfaktor, Skalierbarkeit und Einsatzbereichen.

Der HPE ProLiant DL360 Gen11 ist ein kompakter 1U-Rackserver, optimiert für High-Density-Deployments und eine effiziente Nutzung des Rackplatzes. Im Gegensatz dazu ist der HPE ProLiant DL380 Gen11 eine 2U-Plattform mit erweiterten Skalierungsoptionen – insbesondere bei Arbeitsspeicher und Speicherkapazität.

Der wichtigste Unterschied liegt in den Erweiterungsmöglichkeiten: Der DL360 unterstützt bis zu 4 TB Arbeitsspeicher (16 Slots pro Prozessor), während der DL380 mit bis zu 8 TB Arbeitsspeicher (32 DIMM-Slots) ausgestattet werden kann. Beim Storage bietet der DL360 bis zu 20 EDSFF-Laufwerke oder 10 SFF-Laufwerke, während der DL380 Konfigurationen mit bis zu 24 SFF-Laufwerken sowie zusätzlichen Rear-Bay-Optionen unterstützt. Für Virtualisierung, Datenbanken und speicherintensive Anwendungen ist der DL380 die bessere Wahl, während der DL360 bei Webservern, containerisierten Plattformen und Deployments mit begrenztem Platzangebot überzeugt.

Vergleichstabelle: HPE ProLiant DL360 Gen11 vs. DL380 Gen11

Merkmal HPE ProLiant DL360 Gen11 HPE ProLiant DL380 Gen11
Formfaktor 1U Rack 2U Rack
Prozessoren 1–2 x Intel Xeon Scalable (4./5. Gen), bis zu 64 Kerne 1–2 x Intel Xeon Scalable (4./5. Gen), bis zu 60 Kerne
Maximaler Arbeitsspeicher 4 TB (256 GB DDR5 pro Slot) 8 TB (256 GB DDR5 pro Slot)
Speicher-Slots 16 Slots pro Prozessor (32 gesamt) 32 DIMM-Slots
Storage (max.) Bis zu 20 EDSFF E3.s 1T NVMe / 8+2 SFF SAS/SATA/NVMe Bis zu 24 SFF SAS/SATA/SSD / 12 LFF SAS/SATA
PCIe-Erweiterungssteckplätze Bis zu 3 PCIe Gen5 + 2 OCP 3.0 Bis zu 8 PCIe Gen5 + 2 OCP 3.0
Netzteile 500–2200W 800–1600W
Abmessungen (HxBxT) 4,29 x 43,46 x 75,31 cm 8,75 x 44,8 x 72,7 cm
Gewicht 14,56–21,58 kg 16–37 kg
Einsatzbereiche Webserver, Containerisierung, HPC, Edge Computing Virtualisierung, Datenbanken, Enterprise-Anwendungen, Storage
Link Mehr über DL360 Gen11 erfahren Mehr über DL380 Gen11 erfahren

HPE ProLiant DL360 Gen11 — Kompaktheit und Performance

HPE ProLiant DL360 Gen11

Der Server HPE ProLiant DL360 Gen11 ist eine führende 1U-Lösung für Organisationen, die maximale Compute-Dichte bei begrenztem Rackplatz benötigen. Er eignet sich ideal für moderne Rechenzentren, in denen jede Höheneinheit zählt.

Technische Spezifikationen des HPE ProLiant DL360 Gen11:

  • Prozessoren: 1–2 Intel Xeon Scalable Prozessoren der 4. oder 5. Generation, bis zu 64 Kerne pro Prozessor, Taktfrequenzen bis zu 3,9 GHz
  • Prozessor-Cache: 12 bis 320 MB L3 (je nach Prozessormodell)
  • Arbeitsspeicher: Bis zu 4 TB HPE DDR5 Smart Memory, 16 DIMM-Slots pro Prozessor
  • Speicherschutz: HPE Fast Fault Tolerant Memory, Advanced ECC, Online Spare Memory, Mirrored Memory
  • Storage: Bis zu 4 LFF SAS/SATA, bis zu 8+2 SFF SAS/SATA/NVMe U.3, bis zu 20 EDSFF E3.s 1T NVMe, bis zu 2 M.2 NVMe RAID1 Boot-Devices
  • Storage-Controller: Integrierter SATA-Controller (AHCI/Intel RAID), optional HPE Smart Array Gen11 mit NVMe-Support
  • Erweiterungssteckplätze: Bis zu 3 PCIe Gen5 Slots, bis zu 2 OCP 3.0 PCIe5 Slots
  • Netzwerkadapter: Große Auswahl von 1GbE bis 200GbE in PCIe- und OCP-3.0-Formfaktoren
  • Netzteile: 500W/800W/1000W/1600W/1800–2200W Flex Slot, hot-swap-fähig
  • Management: HPE iLO6 Standard mit Intelligent Provisioning (embedded), HPE OneView Standard
  • Formfaktor: 1U Rack Server
  • Abmessungen: 4,29 x 43,46 x 75,31 cm (SFF-Konfiguration)
  • Gewicht: 14,56 bis 21,58 kg

Für wen eignet sich der HPE ProLiant DL360 Gen11:

Der DL360 Gen11 ist die optimale Wahl für Workloads, die eine hohe Compute-Dichte bei begrenztem Platzangebot erfordern. Er eignet sich besonders für Webhosting, Container-Plattformen (Kubernetes, Docker), Edge Computing, HPC-Cluster, CDN-Server sowie Anwendungen, die dank der Unterstützung von bis zu 20 EDSFF-NVMe-Laufwerken einen sehr schnellen Datenzugriff benötigen.

Durch seine kompakten Abmessungen und leistungsstarken Konfigurationsmöglichkeiten lassen sich mehr Compute-Nodes pro Rack betreiben – ein entscheidender Vorteil für Cloud-Provider und große Rechenzentren. Die Unterstützung von bis zu 64-Kern-Prozessoren und 4 TB Arbeitsspeicher liefert ausreichend Performance für die meisten Enterprise-Workloads.

HPE ProLiant DL380 Gen11 — Vielseitigkeit und Skalierbarkeit

HPE ProLiant DL380 Gen11

Der Server HPE ProLiant DL380 Gen11 ist eine bewährte 2U-Plattform, die seit Jahren zu den weltweit beliebtesten Servern zählt – dank Vielseitigkeit, Zuverlässigkeit und umfangreicher Konfigurationsoptionen für unterschiedlichste Workloads.

Technische Spezifikationen des HPE ProLiant DL380 Gen11:

  • Prozessoren: 1–2 Intel Xeon Scalable Prozessoren der 4. oder 5. Generation, 16 bis 60 Kerne pro Prozessor, Taktfrequenzen bis zu 5,8 GHz
  • Prozessor-Cache: Bis zu 16 MB Intel Smart Cache (je nach Prozessormodell)
  • Arbeitsspeicher: Bis zu 8 TB HPE DDR5 Smart Memory (256 GB pro Slot), 32 DIMM-Slots
  • Speicherschutz: RAS — Advanced ECC, Online Spare, Mirroring, Combined Channel (Lockstep), HPE Fast Fault Tolerant Memory (ADDDC), Intel Optane Persistent Memory Support
  • Storage: 8 oder 12 LFF SAS/SATA/SSD, 8/16/24 SFF SAS/SATA/SSD, optional 6 SFF Rear Drives oder 2 SFF Rear Drives, 20 SFF NVMe (optional)
  • Storage-Controller: HPE SR932i-p, HPE MR216i-o, HPE MR416i-o, HPE MR216i-p, HPE MR416i-p, HPE MR408i-o
  • Erweiterungssteckplätze: Bis zu 8 PCIe Gen5 Slots, 2 OCP 3.0 Slots
  • Netzwerkadapter: 1GbE bis 200GbE in PCIe- und OCP-3.0-Formfaktoren
  • Netzteile: 800W/1000W/1600W, dual hot-swap redundant (1+1) HPE Flexible Slot Option
  • Management: HPE iLO Standard mit Intelligent Provisioning (embedded), HPE OneView Standard, optional HPE iLO Advanced und HPE GreenLake COM
  • Formfaktor: 2U Rack Server
  • Abmessungen: 8,75 x 44,8 x 72,7 cm (SFF-Konfiguration), 8,75 x 44,8 x 73,25 cm (LFF-Konfiguration)
  • Gewicht: 16 bis 37 kg (je nach Konfiguration)

Für wen eignet sich der HPE ProLiant DL380 Gen11:

Der DL380 Gen11 ist das universelle Arbeitstier in Enterprise-Rechenzentren. Er ist ideal für Virtualisierung (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, KVM), Datenbanksysteme (Oracle, Microsoft SQL Server, SAP HANA), Unternehmensanwendungen (ERP, CRM), Private-Cloud-Plattformen, Storage-Systeme und Fileserver.

Der doppelte Arbeitsspeicher im Vergleich zum DL360 (8 TB vs. 4 TB) macht den DL380 zur bevorzugten Wahl für speicherintensive Anwendungen. Zusätzliche PCIe-Slots ermöglichen mehr Netzwerkadapter, Storage-Controller oder GPU-Beschleuniger. Die Möglichkeit, bis zu 24 SFF-Laufwerke oder 12 LFF-Festplatten zu installieren, bietet hohe Flexibilität beim Aufbau von Storage-Systemen für unterschiedliche Anforderungen.

Detaillierter Vergleich der wichtigsten Merkmale

Prozessorleistung

Beide Modelle unterstützen Intel Xeon Scalable Prozessoren der 4. und 5. Generation und liefern damit moderne Performance für Enterprise-Workloads. Der DL360 Gen11 kann mit Prozessoren bis zu 64 Kernen ausgestattet werden und eignet sich hervorragend für paralleles Rechnen und Container-Plattformen. Der DL380 Gen11 unterstützt Prozessoren bis zu 60 Kernen bei maximalen Frequenzen bis zu 5,8 GHz – ein Vorteil insbesondere für Single-Thread-Anwendungen und Datenbanken.

Die Architektur der Intel Xeon Prozessoren der 5. Generation umfasst erweiterte Intel Advanced Matrix Extensions (AMX) zur Beschleunigung von AI/ML-Workloads, integrierte Intel Data Streaming Accelerator (DSA) und Intel In-Memory Analytics Accelerator (IAA) sowie Unterstützung für DDR5-Speicher mit Geschwindigkeiten bis zu 5600 MT/s.

Speichersubsystem

Der wichtigste Unterschied zwischen den Modellen ist die unterstützte Arbeitsspeicherkapazität. Der DL360 Gen11 mit 32 DIMM-Slots (16 pro Prozessor) lässt sich mit 256-GB-Modulen auf bis zu 4 TB ausbauen. Der DL380 Gen11 verdoppelt diese Kapazität mit 32 Slots und unterstützt bis zu 8 TB Arbeitsspeicher.

Für Virtualisierungs-Workloads ist das ein entscheidender Unterschied: Beim Konsolidieren vieler virtueller Maschinen wird RAM häufig zum begrenzenden Faktor. Mit dem DL380 lassen sich – bei gleichem RAM pro VM – bis zu doppelt so viele VMs oder Container betreiben. Für In-Memory-Datenbanken (SAP HANA, Redis, Memcached) kann die zusätzliche Kapazität des DL380 ausschlaggebend sein.

Beide Modelle unterstützen HPE Speicherschutztechnologien: Advanced ECC zur Fehlererkennung und -korrektur, Online Spare zur automatischen Umschaltung auf Reserve-Module, Mirrored Memory zur vollständigen Spiegelung des Speicherinhalts sowie HPE Fast Fault Tolerant Memory (ADDDC) als Schutz gegen den vollständigen Ausfall eines DIMM-Moduls ohne Systemstillstand.

Storage-System

Die Storage-Subsysteme beider Modelle bieten flexible Konfigurationen, sind jedoch unterschiedlich ausgerichtet. Der DL360 Gen11 fokussiert auf Performance und unterstützt bis zu 20 EDSFF (Enterprise and Data Center SSD Form Factor) E3.S-Laufwerke mit NVMe-Schnittstelle. Dieses neue Formformat ermöglicht eine höhere SSD-Dichte und bessere Kühlung im Vergleich zu klassischen SFF-Laufwerken (2,5").

Der DL380 Gen11 bietet eine größere Vielfalt an Konfigurationen: von 8 bis 24 SFF-Laufwerken oder von 8 bis 12 LFF-Laufwerken (3,5") in den Front-Bays. Zusätzlich können 6 SFF oder 2 SFF in Rear-Bays installiert werden. Damit ist der DL380 vielseitiger für unterschiedliche Storage-Szenarien – von schnellen NVMe-Arrays bis hin zu hochkapazitivem HDD-Storage.

Die Unterstützung von HPE Smart Array Gen11 Controllern mit Tri-Mode-Technologien (SAS/SATA/NVMe) ermöglicht gemischte Laufwerkskonfigurationen und optimiert den Kompromiss aus Performance, Kapazität und Kosten. So können beispielsweise OS und kritische Datenbanken auf NVMe-SSDs liegen, während Archivdaten auf HDDs mit großer Kapazität gespeichert werden.

Erweiterungsmöglichkeiten

Bei den PCIe-Erweiterungssteckplätzen ist der Unterschied deutlich: Der DL360 Gen11 bietet bis zu 3 PCIe Gen5 Slots und 2 OCP 3.0 Slots, während der DL380 Gen11 bis zu 8 PCIe Gen5 Slots und 2 OCP 3.0 Slots bereitstellt. Dadurch kann der DL380 gleichzeitig mehr Erweiterungskarten aufnehmen: mehrere High-Speed-Netzwerkadapter, GPU-Beschleuniger für AI/ML-Workloads, zusätzliche Storage-Controller oder spezialisierte Beschleuniger (FPGA, kryptografische Prozessoren).

PCIe Gen5 verdoppelt die Bandbreite gegenüber Gen4 und liefert bis zu 32 GT/s (Gigatransfers pro Sekunde) pro Lane – entscheidend für 100GbE- und 200GbE-Netzwerkadapter sowie für GPUs und NVMe-Laufwerke der neuesten Generation.

Stromverbrauch und Kühlung

Beide Modelle sind mit HPE Flexible Slot Netzteilen in unterschiedlichen Leistungsklassen verfügbar. Der DL360 Gen11 unterstützt Netzteile von 500W bis 2200W, der DL380 Gen11 von 800W bis 1600W. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt jedoch von der verbauten Konfiguration ab: Anzahl und Typ der Prozessoren, Speicherausbau, Art und Anzahl der Laufwerke sowie installierte Erweiterungskarten.

Das Kühlsystem des DL360 Gen11 umfasst hot-swap-fähige Lüfter mit voller Redundanz, optimiert für den 1U-Formfaktor. Der DL380 Gen11 verfügt dank 2U-Design über eine effizientere Luftkühlung, die hohe thermische Lasten bei Vollausbau mit zwei leistungsstarken Prozessoren und vielen Laufwerken besser bewältigt.

Einsatzszenarien

HPE ProLiant DL360 Gen11 — die beste Wahl für:

  • Webhosting und Frontend-Server: Der kompakte Formfaktor ermöglicht mehr Webserver pro Rack – wichtig für Cloud-Provider und Hosting-Unternehmen
  • Container-Plattformen: Kubernetes Worker Nodes, Docker-Swarm-Nodes — hohe Dichte an Compute-Ressourcen pro Höheneinheit
  • Edge Computing: Edge-Rechenzentren mit begrenztem Platz, in denen Kompaktheit entscheidend ist
  • HPC und High-Performance Computing: Compute-Nodes für wissenschaftliche Berechnungen, Rendering, Simulationen
  • CDN- und Cache-Server: Content-Delivery-Server mit schnellen NVMe-Laufwerken
  • VDI-Infrastruktur: Virtual-Desktop-Nodes, bei denen eine hohe Dichte wichtig ist
  • Microservices-Architekturen: Plattformen zum Betrieb einer großen Anzahl kleiner Services

HPE ProLiant DL380 Gen11 — die beste Wahl für:

  • Virtualisierungsplattformen: VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Red Hat Virtualization — Hosts zur Konsolidierung vieler VMs
  • Datenbanksysteme: Oracle Database, Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL — Datenbankserver mit hohen RAM-Anforderungen
  • SAP HANA und In-Memory-Datenbanken: Anwendungen, die vollständig im Arbeitsspeicher laufen
  • Enterprise-Anwendungen: ERP-Systeme (SAP, Oracle E-Business Suite), CRM (Salesforce, Microsoft Dynamics)
  • Private-Cloud-Plattformen: OpenStack, VMware Cloud Foundation, Microsoft Azure Stack HCI
  • Fileserver und NAS: Zentralisierte Datenspeicherung mit vielen Laufwerken
  • Mid-Tier Application Server: Applikationsserver, Middleware, Integrations-Busse
  • Backup-Systeme: Backup-Server mit hochkapazitiven HDD-Arrays
  • AI/ML-Infrastruktur: Training von Machine-Learning-Modellen mit GPU-Beschleunigern (dank mehr PCIe-Slots)

Empfehlungen zur Auswahl zwischen HPE DL360 Gen11 und DL380 Gen11

Wählen Sie den HPE ProLiant DL360 Gen11, wenn:

  • der Rackplatz begrenzt ist und maximale Deployment-Dichte wichtig ist
  • eine hohe Compute-Performance benötigt wird, aber bis zu 4 TB Arbeitsspeicher für Ihre Workloads ausreichen
  • Sie viele schnelle NVMe-Laufwerke im EDSFF-Formfaktor einsetzen möchten
  • das Budget begrenzt ist — kompakte Server haben in der Regel niedrigere Einstiegspreise
  • Sie ein skalierbares Cluster aus vielen identischen Nodes aufbauen möchten
  • Priorität auf Energieeffizienz und niedrigen Kühlkosten liegt (kleineres Servervolumen = geringere Kühlleistung)

Wählen Sie den HPE ProLiant DL380 Gen11, wenn:

  • maximale Arbeitsspeicherkapazität benötigt wird — bis zu 8 TB für Virtualisierung oder In-Memory-Datenbanken
  • eine große Anzahl PCIe-Erweiterungsslots für Netzwerkadapter, GPUs oder Spezialkarten erforderlich ist
  • Sie vielfältige Storage-Konfigurationen planen — von NVMe bis hin zu HDD-Arrays mit großer Kapazität
  • maximale Konfigurationsflexibilität und zukünftige Upgrade-Möglichkeiten wichtig sind
  • der Server als universelle Plattform für unterschiedliche Workloads genutzt werden soll
  • eine bewährte Plattform mit großem Support-Ökosystem und kompatiblen Lösungen wichtig ist
  • Intel Optane Persistent Memory Support für spezielle Anwendungen benötigt wird

Auswahlkriterien nach Workload-Typ:

Workload-Typ Empfehlung Begründung
Webserver, Frontend DL360 Gen11 Hohe Dichte, ausreichend RAM, schnelle NVMe für Caching
Virtualisierung (>50 VMs) DL380 Gen11 Mehr RAM für eine größere Anzahl virtueller Maschinen
OLTP-Datenbanken DL380 Gen11 Mehr RAM für DB-Cache, flexible Storage-Konfiguration
SAP HANA, In-Memory DB DL380 Gen11 Maximale Arbeitsspeicherkapazität als entscheidender Faktor
Container, Kubernetes DL360 Gen11 High-Density Worker Nodes, effiziente Racknutzung
HPC-Computing DL360 Gen11 Kompakte Compute-Nodes mit leistungsstarken CPUs
Fileserver DL380 Gen11 Mehr Drive Bays, LFF-HDD-Support
AI/ML mit GPUs DL380 Gen11 Mehr PCIe-Slots für GPU-Beschleuniger
Edge Computing DL360 Gen11 Kompaktheit bei begrenztem Platz am Edge
Private Cloud DL380 Gen11 Vielseitigkeit, Skalierbarkeit, Konfigurationsflexibilität

Management und Sicherheit

Beide Modelle sind mit dem modernen Management-Controller HPE iLO 6 (Integrated Lights-Out) ausgestattet, der Remote-Management unabhängig vom Zustand des Betriebssystems ermöglicht. iLO 6 bietet eine Weboberfläche zur Überwachung des Hardwarezustands, Remote-Power-Management, virtuelles KVM (Keyboard, Video, Mouse) sowie virtuelle Medien für die Remote-Installation von Betriebssystemen.

HPE iLO 6 umfasst erweiterte Sicherheitsfunktionen:

  • Silicon Root of Trust: Unveränderlicher Vertrauensanker im Silizium schützt vor Angriffen auf Firmware-Ebene
  • Secure Boot: Prüfung digitaler Signaturen von Bootloader und OS-Komponenten vor dem Laden
  • Runtime Firmware Verification: Kontinuierliche Integritätsprüfung der Firmware während des Betriebs
  • System Lockdown: Sperrmodus für Konfigurationsänderungen
  • Workload Performance Advisor: Performance-Analyse und Optimierungsempfehlungen
  • iLO Amplifier Pack: Zentrales Management mehrerer Server

Die Integration mit HPE OneView ermöglicht die Automatisierung von Bereitstellung, Monitoring und Verwaltung der Serverinfrastruktur über eine zentrale Konsole. HPE InfoSight liefert prädiktive Analysen auf Basis von Machine Learning, um Ausfälle zu vermeiden und die Performance zu optimieren.

Optionales TPM 2.0 (Trusted Platform Module) ermöglicht Hardware-Verschlüsselung und die sichere Speicherung kryptografischer Schlüssel – erforderlich für Compliance mit Sicherheitsstandards in regulierten Branchen.

Gesamtbetriebskosten (TCO)

Bei der Bewertung der Gesamtkosten eines Servers sollten Sie nicht nur den Anschaffungspreis betrachten, sondern auch die Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus.

Faktoren, die den TCO beeinflussen:

  • Anschaffungskosten: Der DL360 hat aufgrund des kompakten Formfaktors und weniger Komponenten meist einen niedrigeren Einstiegspreis
  • Rechenzentrumsfläche: Der DL360 (1U) belegt nur die Hälfte des Platzes eines DL380 (2U) – relevant in teuren Colocation-Umgebungen
  • Energieverbrauch: Bei vergleichbaren Konfigurationen verbraucht der DL360 weniger Strom, was Strom- und Kühlkosten senkt
  • Skalierbarkeit: Der DL380 erlaubt einen Start mit Minimalkonfiguration und ein schrittweises Skalieren ohne Plattformwechsel
  • Konsolidierung: Ein DL380 mit 8 TB RAM kann zwei DL360 mit je 4 TB ersetzen – Einsparungen bei Softwarelizenzen, Management und Wartung
  • Nutzungsdauer: Beide Plattformen sind für 5–7 Jahre Betrieb ausgelegt und unterstützen Upgrades von Komponenten

Für kleine bis mittlere Deployments (bis ca. 10–20 Server) bietet der DL360 typischerweise einen niedrigeren TCO durch geringere Anschaffungs- und Betriebskosten. Für große Infrastrukturen (>50 Server) und stark konsolidierte Workloads kann der DL380 wirtschaftlicher sein, da er mehr Kapazität bietet und die Gesamtanzahl physischer Server reduziert.

Migration und Kompatibilität

Bei der Planung einer Migration von früheren HPE Servergenerationen auf Gen11 sollten Sie Kompatibilitätsaspekte berücksichtigen:

Abwärtskompatibilität:

  • Betriebssysteme: Unterstützung für eine breite Palette – Microsoft Windows Server, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, Ubuntu Server, VMware ESXi, Oracle Linux
  • Hypervisoren: Zertifizierung für VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Citrix Hypervisor, Red Hat Virtualization, Nutanix AHV
  • Management: Integration in bestehende Systeme über HPE OneView, Microsoft System Center, VMware vCenter
  • Storage: Unterstützung verschiedener Laufwerkstypen ermöglicht die Weiterverwendung vorhandener SAS/SATA-Laufwerke

Migrationspfad aus früheren Generationen:

Die Migration von HPE ProLiant Gen10 oder Gen10 Plus zu Gen11 verläuft in der Regel reibungslos, da Architektur und HPE-Tools zur Übernahme von Konfigurationen vergleichbar sind. Mit HPE OneView lassen sich Serverprofile erstellen, die auf neue Systeme angewendet werden können – und so der Bereitstellungsprozess automatisieren.

Für virtualisierte Umgebungen empfiehlt es sich, Live-Migrationsfunktionen (vMotion in VMware, Live Migration in Hyper-V) zu nutzen, um Workloads ohne Downtime auf neue Server zu übertragen.

Fazit

Die Entscheidung zwischen HPE ProLiant DL360 Gen11 und HPE ProLiant DL380 Gen11 hängt von Ihren konkreten Infrastrukturanforderungen ab. Beide Server sind hochmoderne Plattformen mit Intel Xeon Scalable Prozessoren der neuesten Generation, DDR5-Speicher, NVMe-Drive-Support und modernen Managementsystemen.

DL360 Gen11 ist die optimale Wahl, wenn Deployment-Dichte entscheidend ist: Webhosting, Container-Plattformen, Edge Computing, HPC-Cluster. Der kompakte 1U-Formfaktor maximiert die Rackeffizienz, während die Unterstützung von bis zu 20 EDSFF NVMe-Laufwerken eine hervorragende Storage-Performance ermöglicht.

DL380 Gen11 ist eine universelle Plattform für ein breites Spektrum an Enterprise-Anwendungen – von Virtualisierung bis Datenbanken. Der doppelte Vorteil bei der Arbeitsspeicherkapazität (8 TB vs. 4 TB) sowie die größere Anzahl an Erweiterungsslots machen ihn ideal für Workload-Konsolidierung, In-Memory-Datenbanken und Aufgaben, die mehrere Erweiterungskarten erfordern.

Bei ServerMall finden Sie eine große Auswahl an Konfigurationen für beide Server. Unsere Spezialisten helfen Ihnen, die optimale Lösung für Ihre Anforderungen auszuwählen – unter Berücksichtigung von Performance, Skalierbarkeit und Budget. Wir bieten flexible Lieferbedingungen, professionellen technischen Support und Garantie auf alle Geräte.

Für Beratung und eine Kostenschätzung Ihrer Konfiguration kontaktieren Sie unsere Experten. Ob Sie den kompakten DL360 oder den vielseitigen DL380 wählen: Sie erhalten eine zuverlässige Plattform vom Weltmarktführer für Servertechnologien, die Ihre Aufgaben über viele Jahre effizient erfüllt.

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