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DELL R650 vs. R640 Vergleich

DELL R650 vs R640 Comparison

Bei der Wahl zwischen dem DELL PowerEdge R650 und dem DELL PowerEdge R640 stehen Unternehmen vor einer wichtigen Frage: Lohnt sich ein Upgrade auf die neueste Generation – oder erfüllt das Vorgängermodell die Anforderungen weiterhin? Der R650 repräsentiert DELLs Server der 15. Generation mit Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation, während der R640 zur 14. Generation mit Intel Xeon Scalable Prozessoren der 2. Generation gehört. Beide sind 1U-Rackmount-Lösungen, doch die Unterschiede in Architektur, Performance und Funktionsumfang sind erheblich.

Zu den wichtigsten Vorteilen des R650 gehören die Unterstützung von bis zu 40 Kernen pro Prozessor gegenüber 28 Kernen beim R640, DDR4-Arbeitsspeicher mit bis zu 3200 MHz statt 2933 MHz sowie erweiterte Storage-Optionen mit Unterstützung von bis zu 10 Laufwerken an der Front. Der R640 bleibt jedoch für Organisationen mit begrenztem Budget attraktiv, da er eine bewährte Zuverlässigkeit und für viele Business-Anwendungen ausreichende Leistung bietet.

In diesem Artikel vergleichen wir beide Modelle umfassend anhand der wichtigsten Parameter: Prozessoren, Arbeitsspeicher, Storage, Erweiterbarkeit, Management und Energieeffizienz. Sie erfahren, welcher Server besser für Virtualisierung, Datenbanken, Webanwendungen und andere Enterprise-Workloads geeignet ist, und erhalten klare Empfehlungen auf Basis Ihrer Anforderungen.

Vergleichstabelle: DELL PowerEdge R650 vs R640

Merkmal DELL PowerEdge R650 DELL PowerEdge R640
Generation 15. Generation 14. Generation
Prozessoren Bis zu 2× Intel Xeon Scalable 3. Gen, bis zu 40 Kerne pro Prozessor Bis zu 2× Intel Xeon Scalable 2. Gen, bis zu 28 Kerne pro Prozessor
Arbeitsspeicher 32 DDR4 RDIMM/LRDIMM Slots, bis zu 3200 MHz, max. 8 TB 24 DDR4 RDIMM/LRDIMM Slots, bis zu 2933 MHz, max. 3 TB
Storage (Front Bays) Bis zu 10× 2.5" SAS/SATA/NVMe (HDD/SSD) oder 4× 3.5" SAS/SATA Bis zu 10× 2.5" SAS/SATA/NVMe oder 4× 3.5" SAS/SATA
Storage (Rear Bays) Bis zu 2× 2.5" SAS/SATA/NVMe (optional) Bis zu 2× 2.5" SAS/SATA/NVMe (optional)
RAID-Controller PERC H745, H755, H755N, HBA355I, S150, H345 PERC H730P, H740P, H750, HBA330, HBA350i, S140
Netzteile 800W Platinum, 1100W Titanium, 1400W Platinum, 1100W DC 495W–1600W Platinum, 750W Titanium
PCIe-Slots Bis zu 3× PCIe Gen4 (alle x16 bis auf einen x8) Bis zu 3× PCIe Gen3 (alle x16)
GPU-Unterstützung Bis zu 3× Single-Width 75W GPUs Bis zu 3× Single-Width GPUs (NVIDIA T4) oder 1× FPGA
Management iDRAC9, Quick Sync 2 iDRAC9, Quick Sync 2
Kühlung Bis zu 4 Sets (Dual-Fan-Module) Hot-Plug-Lüfter Bis zu 8 Hot-Plug-Lüfter
Formfaktor 1U-Rack-Server 1U-Rack-Server
Ideale Einsatzbereiche Virtualisierung, Datenbanken, HPC, Cloud Computing, AI/ML Webhosting, Enterprise-Anwendungen, mittlere Workloads
Link R650 kaufen R640 kaufen

DELL PowerEdge R650: Überblick und Spezifikationen

DELL PowerEdge R650

Der DELL PowerEdge R650 1U-Rack-Server repräsentiert DELLs 15. Generation und ist für moderne Enterprise-Workloads ausgelegt, die hohe Leistung bei kompaktem Platzbedarf erfordern. Das System basiert auf Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation und liefert gegenüber der Vorgängergeneration deutliche Verbesserungen der Rechenleistung.

Wichtige technische Spezifikationen

  • Prozessoren: Bis zu zwei Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation mit Unterstützung von bis zu 40 Kernen pro Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 32 DDR4 DIMM-Slots für RDIMM/LRDIMM, Taktraten bis 3200 MHz, maximale Kapazität bis 8 TB
  • Storage (Front Bays): Bis zu 10× 2.5" SAS/SATA/NVMe Laufwerke (max. 153 TB) oder bis zu 4× 3.5" SAS/SATA (max. 64 TB), oder bis zu 8× 2.5" SAS/SATA/NVMe (max. 122.8 TB)
  • Storage (Rear Bays): Bis zu 2× 2.5" SAS/SATA/NVMe (max. 30.7 TB)
  • RAID-Controller: PERC H745, HBA355I, S150, H355, H345, H755, H755N; Extern: PERC H840, HBA355E
  • Boot-Devices: BOSS-S1 oder BOSS-S2 (HW RAID 2× M.2 SSDs 240 GB oder 480 GB)
  • Netzteile: 800W Platinum AC/240 Mixed Mode, 1100W Titanium AC/240 Mixed Mode, 1400W Platinum AC/240 Mixed Mode, 1100W DC -48~-60V
  • Kühlung: Luftkühlung mit optionaler Flüssigkühlung der Prozessoren; bis zu 4 Sets Hot-Plug Dual-Fan-Module (Standard, High Performance SLVR oder GOLD)
  • PCIe-Erweiterung: Bis zu 3× PCIe Gen4 Low-Profile Slots (alle x16 bis auf einen x8) mit SNAP I/O Modul-Unterstützung
  • Netzwerkadapter: Integriert 2× 1 GbE LOM, optional 1× OCP 3.0 (x8 PCIe Lanes)
  • GPU-Unterstützung: Bis zu drei Single-Width 75W GPUs
  • Management: iDRAC9, iDRAC Direct, iDRAC Service Module, Quick Sync 2 Wireless-Modul
  • Sicherheit: Kryptografisch signierte Firmware, Secure Boot, Secure Erase, Silicon Root of Trust, System Lockdown, TPM 1.2/2.0 FIPS, CC-TCG zertifiziert
  • Abmessungen: Höhe 42.8 mm (1.7"), Breite 482 mm (18.97"), Tiefe 809 mm (31.85") ohne Blende, 822.84 mm (32.39") mit Blende
  • Formfaktor: 1U-Rack-Server

Für wen eignet sich der DELL PowerEdge R650?

Der R650 ist ideal für Organisationen, die maximale Performance im kompakten 1U-Formfaktor benötigen. Der Server überzeugt besonders bei:

  • Virtualisierung: Hohe VM-Dichte dank 40 Kernen pro Prozessor und bis zu 8 TB RAM
  • Datenbanken: Schnelle Transaktionsverarbeitung mit Prozessoren der 3. Gen und DDR4-3200
  • High-Performance Computing (HPC): PCIe Gen4 und optionale Flüssigkühlung für intensive Rechenlasten
  • Cloud-Services: Skalierbarkeit und Flexibilität für Private-Cloud-Deployments
  • AI/ML-Anwendungen: Unterstützung von bis zu 3 GPUs für Machine Learning und Datenanalyse
  • Infrastruktur-Konsolidierung: Mehrere Workloads auf einer Plattform zusammenführen

DELL PowerEdge R640: Überblick und Spezifikationen

DELL PowerEdge R640

Der DELL PowerEdge R640 1U-Rack-Server gehört zu DELLs 14. Generation und basiert auf Intel Xeon Scalable Prozessoren der 2. Generation. Trotz der vorherigen Generation bleibt der R640 eine zuverlässige und bewährte Lösung für viele Enterprise-Anwendungen und bietet eine gute Balance zwischen Leistung und Wirtschaftlichkeit.

Wichtige technische Spezifikationen

  • Prozessoren: Bis zu zwei Intel Xeon Scalable Prozessoren der 2. Generation mit Unterstützung von bis zu 28 Kernen pro Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 24 DDR4 DIMM-Slots für RDIMM/LRDIMM, Taktraten bis 2933 MHz, maximale Kapazität bis 3 TB
  • Storage (Front Bays): Bis zu 10× 2.5" SAS/SATA/NVMe Laufwerke (bis zu 8 NVMe SSDs max. 76.8 TB) oder bis zu 10 NVMe Laufwerke (max. 64 TB), oder bis zu 4× 3.5" SAS/SATA HDD (max. 64 TB)
  • Storage (Rear Bays): Bis zu 2× 2.5" SAS/SATA/NVMe (max. 15.36 TB)
  • RAID-Controller: PERC H330, HBA330, HBA350i, H730P, H740P, H750; Extern: H840, 12 Gbps SAS HBA, HBA355e
  • Boot-Devices: BOSS (HW RAID 2× M.2 SSDs 240 GB oder 480 GB), Internal Dual SD Module
  • Netzteile: 495W Platinum, 750W Platinum, 750W 240HVDC Platinum, 1100W 48VDC, 1100W Platinum, 1100W 380HVDC Platinum, 1600W Platinum, 750W Titanium; Hot-Swap mit vollständiger Redundanz
  • Kühlung: Bis zu 8 Hot-Plug-Lüfter mit vollständiger Redundanz
  • PCIe-Erweiterung: Bis zu 3× PCIe Gen3 Low-Profile Slots (alle x16)
  • Netzwerkadapter: Integriert 4× 1 GbE, oder 2× 10 GbE + 2× 1 GbE, oder 4× 10 GbE, oder 2× 25 GbE
  • Accelerator-Support: Bis zu 3 Single-Width GPUs (NVIDIA T4) oder bis zu 1 FPGA
  • Management: iDRAC9, iDRAC Direct, iDRAC RESTful API mit Redfish, optionales Quick Sync 2 Wireless-Modul
  • Sicherheit: TPM 1.2/2.0, optional TCM 2.0; kryptografisch signierte Firmware, Secure Boot, Silicon Root of Trust, Secure Erase, System Lockdown
  • Abmessungen: Höhe 42.8 mm (1.69"), Breite 482.0 mm (18.98"), Tiefe 808.5 mm (31.8")
  • Gewicht: 21.9 kg (48.3 lbs)
  • Formfaktor: 1U-Rack-Server

Für wen eignet sich der DELL PowerEdge R640?

Der R640 ist eine hervorragende Wahl für Organisationen, die eine zuverlässige und bewährte Plattform mit einem starken Verhältnis aus Leistung und Kosten suchen. Der Server eignet sich besonders für:

  • Webhosting: Hosting von Websites und Anwendungen mit moderater Last
  • Enterprise-Anwendungen: ERP, CRM, Dokumentenmanagementsysteme
  • Virtualisierung im mittleren Maßstab: Virtuelle Umgebungen für kleine und mittelgroße Unternehmen
  • File-Server: Zentrale Speicherung und gemeinsamer Datenzugriff
  • Mittelgroße Datenbanken: SQL Server, MySQL, PostgreSQL für mittlere Workloads
  • Test- und DevOps-Umgebungen: Entwicklungs-, Test- und Staging-Umgebungen
  • Budgetorientierte Projekte: Wenn keine Spitzenleistung erforderlich ist

Detaillierter Vergleich der wichtigsten Parameter

Prozessorleistung

Der wichtigste Unterschied zwischen dem R650 und dem R640 liegt in der Prozessorgeneration. Der R650 nutzt Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation (Ice Lake) mit bis zu 40 Kernen pro Prozessor – das sind 43% mehr als die 28 Kerne der 2. Generation (Cascade Lake) im R640. Die Prozessoren der 3. Generation liefern zudem eine höhere Pro-Kern-Leistung durch architektonische Verbesserungen, darunter mehr L3-Cache und Optimierungen für AI/ML-Workloads.

In praxisnahen Benchmarks zeigen Prozessoren der 3. Generation im R650 Leistungsgewinne von 20% bis 46% – abhängig von der jeweiligen Workload. Für rechenintensive Aufgaben wie Rendering, wissenschaftliches Rechnen oder Big-Data-Verarbeitung bietet der R650 klare Vorteile. Für klassische Enterprise-Anwendungen und Web-Services ist der Unterschied weniger ausgeprägt, und der R640 kann ausreichend sein.

Arbeitsspeicher und Bandbreite

Der R650 unterstützt bis zu 32 DDR4-Speicherslots mit einer maximalen Frequenz von 3200 MHz und einer Gesamtkapazität von bis zu 8 TB – im Vergleich zu 24 Slots und 3 TB beim R640 mit bis zu 2933 MHz. Das ist entscheidend für Anwendungen mit hohem RAM-Bedarf, wie In-Memory-Datenbanken (SAP HANA, Redis), Virtualisierung mit hoher Dichte oder Big-Data-Analytics.

Die höhere DDR4-3200-Frequenz im R650 liefert etwa 9% mehr Speicherbandbreite als DDR4-2933 im R640. Für Anwendungen, die stark von Speicherbandbreite und -latenz abhängen (z. B. DBMS), kann dies zu spürbaren Performancegewinnen führen. Die zusätzlichen Slots ermöglichen zudem eine bessere Skalierung für zukünftiges Wachstum.

Storage und Konfigurationsflexibilität

Beide Server bieten flexible Storage-Optionen mit Unterstützung für SAS-, SATA- und NVMe-Laufwerke. Der R650 unterstützt bis zu 10× 2.5" Laufwerke an der Front mit einer maximalen Kapazität von 153 TB bei NVMe, während der R640 ebenfalls bis zu 10× 2.5" Laufwerke unterstützt, jedoch mit einer maximalen Kapazität von 76.8 TB (bei einer 8× NVMe-Konfiguration).

Der R650 hat außerdem einen Vorteil bei Storage-Controllern durch Unterstützung der moderneren PERC H755 und H755N, die bessere Performance und zusätzliche Funktionen gegenüber H730P/H740P im R640 bieten. Der PERC H755 unterstützt bis zu 32 physische Laufwerke, Cache bis zu 8 GB mit BBU sowie einen höheren Durchsatz.

Beide Server unterstützen BOSS (Boot Optimized Storage Subsystem) als Boot-Device mit 2× M.2 SSDs im RAID-Verbund, wodurch Laufwerksschächte für Daten frei bleiben. Der R640 unterstützt zusätzlich das Internal Dual SD Module, das im R650 nicht verfügbar ist – die M.2-Lösung ist jedoch in der Regel zuverlässiger und performanter.

PCIe-Erweiterbarkeit und GPU-Unterstützung

Ein wesentlicher technologischer Vorteil des R650 ist die Unterstützung von PCIe Gen4, das die doppelte Bandbreite gegenüber PCIe Gen3 im R640 bietet. PCIe Gen4 ist besonders wichtig für schnelle Netzwerkadapter (100 GbE, 200 GbE), NVMe-Laufwerke und GPU-Beschleuniger. Für AI/ML-Workloads, bei denen schnelle Datenübertragung zwischen CPU und GPU entscheidend ist, kann PCIe Gen4 die Performance deutlich verbessern.

Beide Server unterstützen bis zu 3 Single-Width GPUs, aber mit PCIe Gen4 im R650 erhalten Beschleuniger mehr Bandbreite für den Datenaustausch. Der R640 unterstützt NVIDIA T4 GPUs und FPGAs und eignet sich damit gut für Inference, während der R650 besser für Training und intensivere Berechnungen ausgelegt ist.

Energieeffizienz und Kühlung

Die Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation im R650 werden im fortschrittlicheren 10nm SuperFin-Prozess gefertigt, im Vergleich zu 14nm bei der 2. Generation im R640. Das verbessert die Energieeffizienz – mehr Leistung pro Watt. Unter realen Bedingungen kann der R650 bei gleichen Aufgaben 10–20% weniger Energie verbrauchen als der R640, was langfristig die Betriebskosten senkt.

Der R650 bietet Netzteile mit höheren Effizienz-Zertifizierungen, darunter 1100W Titanium und 1400W Platinum, im Vergleich zu einer maximalen 750W Titanium-Option im R640. Effizientere Netzteile reduzieren Energieverluste und Wärmeentwicklung und verringern die Belastung der Rechenzentrumskühlung.

Beide Server unterstützen hot-swap-fähige Lüfter mit Redundanz. Der R650 nutzt bis zu 4 Sets Dual-Fan-Module, während der R640 bis zu 8 einzelne Lüfter verwendet. Der R650 bietet außerdem optional eine Flüssigkühlung für Prozessoren bei sehr intensiven Workloads, die beim R640 nicht verfügbar ist.

Management und Sicherheit

Beide Server nutzen iDRAC9 (Integrated Dell Remote Access Controller) für Remote-Management, wobei die Version im R650 zusätzliche Funktionen und Optimierungen der neuen Generation enthalten kann. iDRAC9 bietet vollständige Kontrolle über den Server, einschließlich Remote-Konsole, Hardware-Monitoring, Firmware-Updates und Automatisierung von Management-Aufgaben.

Aus Sicherheits-Sicht bieten beide Systeme ähnliche Funktionen: Silicon Root of Trust, Secure Boot, kryptografisch signierte Firmware, TPM 2.0 und System Lockdown. Der R650 kann in der Umsetzung einzelner Features durch die modernere Architektur Vorteile haben, das grundlegende Capability-Set ist jedoch vergleichbar.

Betriebssystem- und Virtualisierungs-Support

Beide Server unterstützen eine breite Palette an Betriebssystemen und Hypervisoren:

  • Microsoft Windows Server (alle LTSC-Versionen) mit Hyper-V
  • VMware ESXi (alle unterstützten Versionen)
  • Red Hat Enterprise Linux
  • SUSE Linux Enterprise Server
  • Ubuntu Server LTS
  • Citrix Hypervisor
  • Oracle Linux

Der R650 kann dank modernerer Prozessoren eine bessere Unterstützung der neuesten OS- und Hypervisor-Versionen sowie zusätzliche Optimierungen bieten. Für Virtualisierung liefert der R650 deutliche Vorteile durch mehr Kerne (bis zu 80 Kerne mit zwei Prozessoren gegenüber 56 im R640) und mehr Arbeitsspeicher (8 TB gegenüber 3 TB).

Empfehlungen zur Wahl zwischen R650 und R640

Wählen Sie den DELL PowerEdge R650, wenn:

  • Maximale Performance erforderlich ist: Rechenintensive Aufgaben, große Datenbanken, High-Load-Anwendungen
  • Virtualisierung mit hoher Dichte geplant ist: Viele virtuelle Maschinen mit hohem Ressourcenbedarf
  • Große RAM-Kapazität benötigt wird: In-Memory-Datenbanken, Big-Data-Analytics mit mehr als 3 TB RAM
  • AI/ML-Workloads genutzt werden: Machine Learning und Deep Learning mit GPUs und PCIe Gen4
  • Langfristiger Betrieb geplant ist: Investition in eine moderne Plattform, die für die nächsten 5–7 Jahre relevant bleibt
  • Energieeffizienz kritisch ist: Senkung der Betriebskosten für Strom und Kühlung
  • Sehr schnelle Netzwerkverbindungen benötigt werden: 100 GbE/200 GbE Adapter, die PCIe Gen4 benötigen
  • Maximale Storage-Performance erforderlich ist: NVMe-Laufwerke, die die volle PCIe Gen4 Bandbreite nutzen

Wählen Sie den DELL PowerEdge R640, wenn:

  • Das Budget begrenzt ist: Der R640 bietet ein besseres Preis/Leistungs-Verhältnis für mittlere Workloads
  • Workloads moderat sind: Webserver, File-Server, Enterprise-Anwendungen ohne extreme Anforderungen
  • 3 TB Arbeitsspeicher ausreichend sind: Die meisten Anwendungen benötigen nicht mehr als 3 TB RAM
  • PCIe Gen4 nicht erforderlich ist: Vorhandene Netzwerkadapter und Laufwerke arbeiten auf PCIe Gen3
  • Kurzfristige Projekte: Geplante Nutzungsdauer von 2–3 Jahren vor dem nächsten Upgrade
  • Eine bewährte Plattform benötigt wird: Der R640 hat eine mehrjährige Historie zuverlässigen Betriebs
  • Kompatibilitätsanforderungen bestehen: Bestimmte Software oder Konfigurationen sind bereits auf dem R640 getestet
  • Der Kauf refurbished geplant ist: Der R640 ist am Markt für generalüberholte Hardware meist besser verfügbar

Anwendungsszenarien und Beispiele

Für Enterprise-Virtualisierung: Ein R650 mit 2× 40-Core Prozessoren (80 Kerne gesamt) und 8 TB Arbeitsspeicher kann 200+ mittelgroße virtuelle Maschinen hosten – gegenüber 100–150 auf einem R640.

Für Datenbanken: Ein R650 mit schnellem DDR4-3200 und Prozessoren der 3. Generation liefert in SQL Server oder Oracle Database typischerweise 25–35% bessere Transaktionsleistung als der R640.

Für Webhosting: Ein R640 mit 2× 20–24 Core Prozessoren und 512 GB bis 1 TB Arbeitsspeicher ist eine optimale Lösung und bietet ausreichende Performance bei geringeren Kosten.

Für HPC: Ein R650 mit PCIe Gen4, Flüssigkühlung und 40-Core Prozessoren eignet sich für wissenschaftliches Rechnen, Simulation und Engineering-Analyse.

Für AI/ML: Ein R650 mit 3 NVIDIA A2/A10 GPUs und PCIe Gen4 bietet etwa die doppelte Bandbreite für GPU↔CPU Datentransfer gegenüber dem R640.

Für Container-Plattformen: Ein Kubernetes-Cluster auf Basis eines R650 mit 80 Kernen kann rund 1.5× mehr containerisierte Anwendungen ausführen als ein R640 mit 56 Kernen.

Fazit

Die Entscheidung zwischen dem DELL PowerEdge R650 und dem DELL PowerEdge R640 hängt von Ihren Leistungsanforderungen, dem Budget und der langfristigen Strategie ab. Der R650 steht für einen deutlichen Technologiesprung: Intel Xeon Scalable Prozessoren der 3. Generation, verdoppelte Speicherkapazität, PCIe Gen4 und bessere Energieeffizienz. Damit ist er ideal für Organisationen, die maximale Performance, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit benötigen.

Der R640 bleibt trotz der vorherigen Generation eine zuverlässige und bewährte Lösung, die für viele Enterprise-Anwendungen ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis bietet. Für Organisationen mit begrenztem Budget oder moderaten Performance-Anforderungen kann der R640 die wirtschaftlich sinnvollere Wahl sein.

Die wichtigsten Unterschiede sind klar: Der R650 bietet 40–46% mehr Rechenleistung, doppelt so viel Arbeitsspeicher (8 TB gegenüber 3 TB), PCIe Gen4 für moderne Beschleuniger und Netzwerkadapter sowie eine bessere Energieeffizienz. Der R640 bietet eine bewährte Plattform mit ausreichender Leistung für die meisten Aufgaben – zu einem zugänglicheren Preis.

Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung nicht nur den aktuellen Bedarf, sondern auch Ihre Zukunftsplanung. Wenn Sie den Server 5–7 Jahre betreiben möchten, kann sich die Investition in den R650 durch längere Relevanz und geringere Betriebskosten auszahlen. Wenn Sie eine schnelle Bereitstellung mit begrenztem Budget benötigen und in 2–3 Jahren ein Upgrade planen, ist der R640 eine vernünftige Wahl.

Das ServerMall-Team unterstützt Sie gern bei der Auswahl der optimalen R650- oder R640-Konfiguration anhand Ihrer Anforderungen. Wir bieten sowohl neue als auch zertifiziert refurbished DELL Server mit Qualitätsgarantien und technischem Support. Entdecken Sie unseren DELL PowerEdge Server-Katalog oder kontaktieren Sie unsere Spezialisten für eine Beratung.

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